Wächtersbach. Der Altstadtförderverein Wächtersbach hat den bereits im vergangenen Jahr angekündigten Fachwerkführer in gedruckter Fassung herausgegeben. Er ist weit mehr als nur die Beschreibung des vorgefundenen Zierfachwerks vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Vielmehr werden die großen kultur- und kunstgeschichtlichen Linien nachgezeichnet und das vorgefundene Fachwerk eingeordnet und erläutert.
In Wächtersbach gibt es kaum noch Gebäude, die älter sind als der Dreißigjährige Krieg - zu nennen sind hier das Schloss, der Kirchturm und als einziges Fachwerkgebäude das alte Rathaus. Dafür ist aber nicht nur die Blüte des Zierfachwerkbaus um 1700 in Wächtersbach gut abzulesen. Vielmehr gibt es an zentraler Stelle Fachwerk des Historismus aus dem späten 19., aber auch des Heimatstils aus dem frühen 20. Jahrhundert.
In Gelnhausen hingegen sind die geistesgeschichtlichen Brüche vom Humanismus über den Absolutismus zur Empfindsamkeit an der Entwicklung der Mann-Figur besonders gut abzulesen.
Ein wichtiges Ergebnis ist die doppelte gemeinsame Baugeschichte von Fürstenhof (Gelnhausen) und Rumpenheimer Hof (Wächtersbach). Sie wurden bisher irrtümlich auf die Frührenaissance datiert. Nicht nur eine simple stilgeschichtliche Betrachtung, sondern nun auch eine dendrologische Probe stellt klar, dass sie - in ihrer heutigen Form - ca. 130 Jahre jünger sind und die Blüte des Zierfachwerkbaus um 1700 anführen. Damit ist der Rumpenheimer Hof immer noch das zweitälteste Fachwerkgebäude in Wächtersbach.
Völlig ungeplant platzte eine neu aufgeflammte Diskussion in die Recherchen zu dieser Arbeit:
Welche Fachwerkhäuser sollen verputzt werden?
Dazu kommt der Fachwerkführer zu einem klaren Ergebnis: Zierfachwerk ist ein sehr weit gefasster Begriff. Eine Zierfachwerkfassade ist genauso ein Gesamtkunstwerk wie ein Schloss oder ein Landschaftspark - in aller Regel sogar originaler erhalten als diese, die häufig umgebaut oder dem jeweiligen Zeitgeschmack unterworfen wurden. Die neu aufgeflammte Debatte um die Verputzung von Fachwerkhäusern sollte dringend vor diesem Hintergrund geführt werden. Die Entscheidung einer Verkleidung von Fachwerkfassaden ist eben keine rein individuelle, fallweise zu treffende Entscheidung. Dabei ist auch die historische Motivation zu einer früheren Verputzung zu berücksichtigen.
Fachwerk ist ein Thema von allgemeinem Interesse. Ältere berichten, dass das früher in Hessen sogar Schulstoff war. Der Altstadtförderverein freut sich, dass er mit dem Fachwerkführer eine Arbeit herausgeben kann, die den Bogen vom Allgemeininteresse zur Fachwerkforschung schlägt.
Der Fachwerkführer ist in Wächtersbach in der Altstadtbuchhandlung Dichtung & Wahrheit sowie in Gelnhausen in der Grimmelshausen- und in der Brentano-Buchhandlung erhältlich.
Engagement und besondere Leistungen im Mittelpunkt
Bad Soden-Salmünster. Besondere Leistungen, großes Engagement und die vielen Menschen, die das Schulleben auf unterschiedliche Weise bereichern, standen im Mittelpunkt des Ehrungsabends der Henry-Harnischfeger-Schule. Der Förderverein der Schule hatte hierzu am Donnerstag, 3. September 2026, in das Spessart Forum eingeladen.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Fördervereins Sandra Buchhold richtete Schulleiterin Susanne Glück ein Grußwort an die Gäste. Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Thorsten Stolz, würdigte den Einsatz der Schülerinnen und Schüler sowie der zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer der Schule und überreichte dem Förderverein eine finanzielle Zuwendung des Landkreises. Bürgermeister Dominik Brasch erinnerte an die Worte Henry Harnischfegers, die das Schulgebäude als wichtigstes Gebäude einer jeden Kommune bezeichnete, da in ihm die Zukunft einer Gesellschaft geprägt und gestaltet werde.
Anschließend standen diejenigen im Mittelpunkt, die sich insbesondere im zurückliegenden Schuljahr durch besondere Leistungen, Verantwortungsbewusstsein oder außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet hatten. Vorstandsmitglied Stephan Ottmann führte durch den Abend. Geehrt wurden unter anderem erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lesemarathons, des Bücherlöwencups sowie verschiedener Wettbewerbe in Mathematik und Chemie. Auch Schülerinnen und Schüler, die bei „Jugend debattiert“ auch auf Landesebene überzeugten oder besonders gelungene Praktikumsberichte, die bis hin zum Hessensieg führten, verfasst hatten, erhielten eine Anerkennung.
Darüber hinaus wurde das soziale Engagement innerhalb der Schulgemeinschaft gewürdigt. Dazu gehörten die Buspatinnen und Buspaten der Grundschule und der Sekundarstufe I, die Klassenpatinnen und Klassenpaten, die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes sowie die Beteiligten am „Tag der Rettung“. Auch die „Spes-sarthelden“ und die im Freiwilligen Sozialen Schuljahr engagierten Jugendlichen wurden für ihren Einsatz ausgezeichnet.
Weitere Ehrungen galten Schülerinnen und Schülern, die die Schule bei technischen Aufgaben unterstützten, sich in der Intensivklasse engagierten oder an besonderen Angeboten wie der „Digitalen Drehtür“ und Projekten mit dem IT-Unternehmen Maxworx teilnahmen. Ebenso wurde der Einsatz des Elternvereins Kinderbude im Ganztagsbereich hervorgehoben. Die zahlreichen Ehrungen machten deutlich, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Verantwortung zu übernehmen und das Zusammenleben an der Henry-Harnischfeger-Schule aktiv mitzugestalten.
Ein besonders bewegender Moment des Abends war die erstmalige Verleihung des Monika-Schuch-Preises. Der Preis erinnert an die im vergangenen Dezember verstorbene Schulverwaltungsmitarbeiterin Monika Schuch, die von vielen Mitgliedern der Schulgemeinschaft als „Herz der Schule“ bezeichnet wurde. Ihr Ehemann und ihre beiden Töchter nahmen an der feierlichen Preisverleihung teil. Julia Czech, Rektorin und Vorstandsmitglied des Fördervereins, richtete in ihrer Rede ihren Dank an die Familie.
Mit dem Monika-Schuch-Preis wurden die ehemaligen Schüler Justus Löwe und Larissa Hergert ausgezeichnet. Beide hatten der Henry-Harnischfeger-Schule auch nach dem Ende ihrer eigenen Schulzeit eine besondere Verbundenheit bewiesen und sich in außergewöhnlicher Weise für ihre ehemalige Schule eingesetzt. Die Auszeichnung soll künftig an Menschen verliehen werden, die sich durch besondere Loyalität, Hilfsbereitschaft und persönliches Engagement für die Schulgemeinschaft auszeichnen.
Eine freudige Überraschung für die Schulgemeinde war das Überreichen des restlichen Inhalts eines „Klassen-Sparschweins“ des Jahrgangs 1939, das in der Vergangenheit für Klassentreffen genutzt wurde. Die zwei ehemaligen Harnischfeger-Schüler Marianna Sperzel und Herbert Kirchner waren sich in ihrer Rede sicher, dass es beim Förderverein in die richtigen Hände kommt.
Zum Abschluss ehrte der Fördervereinsvorstand zudem mehrere Einzelpersonen, die die Arbeit der Schule und des Fördervereins über einen längeren Zeitraum hinweg unterstützt hatten. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass zahlreiche Projekte und Angebote für die Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel im Ganztagsbereich, verwirklicht werden können.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Katja Gekkel und Finja Rostig. Katja Gekkel eröffnete die Veranstaltung mit Musik von Johann Sebastian Bach. ...
Gemeinsam mit Finja Rostig präsentierte sie außerdem den Song „Glimpse of Us“ von Joji und „Mariage d’amour“ von Paul de Senneville.
Das Duo Ans-mas-kas rundete den Ehrungsabend durch ein sprachliches Meisterstück ab, das an die Geschichte der Schule und ihres Gründers erinnerte.
Sandra Buchhold dankte ihrem Vorstandsteam um Kira Gerhardt, Stephan Ottmann, Elke Ziegler, Natalia Schrein, Nicole Dönges und Julia Czech für die Zusammenarbeit und die Ausrichtung des Ehrungsabends.
Dieser zeigte eindrucksvoll, dass Schule weit mehr ist als Unterricht. Sie lebt von jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen, von besonderen Leistungen und Ideen sowie von Eltern, Lehrkräften, Kooperationspartnern und weiteren Unterstützenden, die sich mit Zeit, Tatkraft und Herzblut für die Schulgemeinschaft einsetzen.
Biebergemünd. Der Obst- und Gartenbauverein Lanzingen begeht sein 80 jähriges Vereinsjubiläum und verbindet dieses mit einer nachhaltigen Mitmachaktion für die gesamte Gemeinde. Unter dem Motto „80+ – Unsere Aktion für Biebergemünd“ sollen mindestens 80 Obstbäume und Nutzsträucher in privaten Gärten sowie auf geeigneten Grundstücken im Gemeindegebiet gepflanzt werden.
Die Aktion richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger Biebergemünds, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft. Für jeden Bestellhaushalt stellt der Verein einen Zuschuss von 10 Euro zur Verfügung.
„Wir möchten unser Jubiläum nutzen, um gemeinsam etwas zu schaffen, das über das Festjahr hinaus Bestand hat“, erklärt Dieter Kilgenstein, 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Lanzingen. Ein gepflanzter Obstbaum sei ein langfristiger Beitrag zu Natur, Lebensraum und eigener Ernte.
Da die erste Bekanntmachung in die Sommerferien fiel, möchte der Verein die Aktion nun erneut verstärkt in der Öffentlichkeit platzieren. „Wir hoffen, jetzt viele Menschen zu erreichen, die bisher noch nichts von unserer Initiative mitbekommen haben“, so Kilgenstein.
Interessierte erhalten beim Verein Beratung zur Auswahl geeigneter Obstbäume und Nutzsträucher. Weitere Informationen sowie die Bestellmöglichkeiten stehen auf der Homepage des Obst- und Gartenbauvereins Lanzingen unter: www.ogv-lanzingen.com
Wächtersbach. Am Samstag, den 29. August, hieß es beim 1. Wächtersbacher Carneval-Verein wieder: Grill an, Bier kalt und gute Laune mitbringen! Zum mittlerweile traditionellen WCV-Grillfest waren rund 140 Mitglieder, Freunde, Bekannte und Gönner des Vereins in den WCV-Biergarten gekommen.
Pünktlich ab 17.11 Uhr wurde der Grill angeheizt und schon bald verbreitete sich der Duft von knusprigen Bratwürstchen, saftigen Steaks und leckeren Kartoffelpuffern über das Vereinsgelände. Die Grillmeister hatten alle Hände voll zu tun – schließlich wollte bei so vielen hungrigen Karnevalisten niemand Gefahr laufen, dass der Teller am Ende leer bleibt.
Für die eigentliche Überraschung des Abends sorgte jedoch das Salatbuffet. Was die WCV-Mitglieder dort auf die Beine gestellt hatten, hätte problemlos auch die Bezeichnung „internationales Hotelbuffet“ tragen können. Eine Schüssel reihte sich an die nächste, von klassisch bis kreativ, von knackig-frisch bis herzhaft – das Angebot war üppig, dazu Dips, Beilagen und hausgemachte Köstlichkeiten in einer Auswahl, bei der selbst der geübteste Salatliebhaber kurz überlegen musste: Wo fange ich an – und vor allem: Wie soll ich das alles probieren?
Und weil ein richtig gutes Essen bekanntlich immer noch einen Nachtisch verträgt, durfte natürlich auch das Eis zum krönenden Abschluss nicht fehlen. Damit war dann endgültig bewiesen: Beim WCV muss niemand befürchten, hungrig nach Hause zu gehen. Höchstens mit der schwierigen Entscheidung, was am besten geschmeckt hat.
Natürlich blieb es nicht beim Essen. Mit einem frisch gezapften Bier in der Hand oder einem guten Tropfen aus dem WCV-Weinkeller ließ es sich im Biergarten bestens aushalten. Und weil Petrus offenbar ebenfalls eine Einladung zum Grillfest bekommen hatte, zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite.
So wurde im WCV-Biergarten noch bis weit in die Abendstunden gemütlich zusammengesessen, erzählt, gelacht und auf die bevorstehende Fastnachtskampagne angestoßen.
Bei rund 140 Gästen, einem Grill, der ordentlich zu tun hatte, und einem Salatbuffet mit beinahe schon gastronomischen Ausmaßen war jedenfalls schnell klar: Das WCV-Grillfest ist längst mehr als nur ein Grillabend – es ist ein geselliger Treffpunkt für die große WCV-Familie.
Und wenn am Ende die letzten Würstchen gegessen, die Salatschüsseln weitgehend geleert und die Gespräche langsam leiser wurden, blieb vor allem eines: die Gewissheit, dass man beim WCV nicht nur Fastnacht feiern, sondern auch ganz hervorragend gemeinsam Sommer genießen kann.
Der WCV sagt Danke an alle Helferinnen und Helfer sowie an alle, die mit ihren Salaten, Dips und guter Laune zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben.
Wächtersbach. Am 25. August fand das alljährliche Grillfest des VdK Wächtersbach auf dem Schulhof der alten Schule statt. Pünktlich um 12 Uhr begrüßte Edmund Heimrich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und eröffnete damit die Veranstaltung.
Auch Bürgermeister Weiher nahm sich Zeit für die Veranstaltung. Er ging von Tisch zu Tisch, begrüßte die Anwesenden persönlich und bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern des VdK für ihren Einsatz und ihr Engagement.
Vera Maise dankte allen, die mit ihren Salatspenden zum reichhaltigen und abwechslungsreichen Salatbuffet beigetragen haben. Auch dem Bauhof dankte sie für die tatkräftige Unterstützung. Gleichzeitig wies sie auf den nächsten Kaffeenachmittag des VdK am 20.Oktober im Kulturkeller hin, an dem auch 2 Ehrungen stattfinden sollen und bat bereits jetzt um Kuchenspenden. Die ersten Grillwürste waren schon bald fertig und fanden gemeinsam mit dem umfangreichen Salatbuffet großen Zuspruch. Bei gutem Essen und verschiedenen Getränken blieb auch Zeit für Gespräche und geselliges Beisammensein.
Nach 14 Uhr kündigten erste Regentropfen einen Wetterumschwung an. Dank der fleißigen Helferinnen und Helfer konnte jedoch alles rechtzeitig ins Trockene gebracht werden.
So ging ein gelungenes Grillfest zu Ende. Neben den leckeren Speisen standen vor allem die Gemeinschaft, gute Gespräche und das gesellige Miteinander im Mittelpunkt – ganz im Sinne des VdK Wächtersbach.
Wächtersbach. Am 29.08.26 fanden in Lieblos die Mannschaftsmeisterschaften im LK-System statt. Vier Mannschaften sind für den TVWächtersbach angetreten.
Die Mannschaft des Rahmenwettkampfs Jahrgang offen wurde von Loana Dill, Marie Kiesgen, Katharina Sehn, Lilly Geyer und Hannah Böhm vertreten. Die meisten der Turnerinnen schnupperten zum ersten Mal in das LK 4 Wettkampfsystem. Sie sicherten sich die Silbermedaille.
In den LK4 Qualifikations-Meisterschaften Jahrgang 2014 und jünger sind zwei Mannschaften für den TVW angetreten. Insgesamt starteten hier sechs Mannschaften.
Die Mannschaft mit Salomé Seeber, Ina Dietrich, Lisa Chaichenko, Laila Schnobl und Lera Kem holten mit starken 143,80 Punkten und nur 0,15 P. Abstand zu Platz eins die Silbermedaille und qualifiziert sich somit für die Bezirksmeisterschaften, welche am 26.09. in Lieblos ausgetragen werden. Besonders am Sprung und Boden glänzten sie als stärkste Mannschaft und zeigten sauber geturnte Übungen mit hohen Ausgangswerten.
Weiter ist die Mannschaft mit Enissa Dizer, Emma Neis, Theresa Schirmer, Emma Schaffer und Johanna Schramm das erste Mal als Mannschaft in diesem Wettkampf angetreten. Sie waren unter den sechs Mannschaften die Jüngsten. Besonders am Balken überzeugten sie als stärkste Mannschaft die Kampfrichter. Sie platzierten sich auf dem vierten Platz und sind den älteren Turnerinnen schon jetzt auf den Fersen.
Die LK 3 Quali-Mannschaft Jahrgang 2010 und jünger mit Elisa Wagner, Lara Herber, Alena Schum, Marie Belle Schindler, Lina L. und Tilda Spielmann sichert sich die Bronzemedaille. Ihnen fehlten nur 0,6 P. zum zweiten Platz. Die Turnerinnen überzeugten vor allem am Boden, wo sie hohe Wertungen sammelten.
Alle Turnerinnen haben sich an neue Elemente gewagt, alte Elemente verbessert und können mehr als stolz auf ihre Leistungen sein.
Peter Kunz kalauerte sich durch den Abend in Bad Orb mit seinem Programm "Hesskalation"
Bad Orb. „Im Guuude-Ranking 20 von 10 Bembeln. Du bist subba.“ Wenn Peter Kunz auf seinen Facebook-Account schaut, kann er sich der Begeisterung seiner Fans sicher sein. Auf jeden Fall derer, die am zurückliegenden Freitag Abend in Bad Orb den Theatersaal der Konzerthalle besuchen, in den die Veranstaltung witterungsbedingt verlegt wird. „Hesskalation“ heißt das Programm des Stand-Up-Comedians, der – wie sollte es anders sein – ein echter Hesse ist, aber mit seinem Humor weit über Hessen hinaus Menschen begeistert. Mit seinen Anekdoten zum einen, mit der Interaktivität seiner Show zum anderen. „Hessisch für Anfänger“, wie seine Social-Media-Serie heißt, hat mehr als 3 Millionen Menschen erreicht, bekannt ist Kunz aber auch, seit er das „Goldene Ticket“ im Quatsch Comedy Club gewann, wo er inzwischen regelmäßig auftritt.
„Ihr könnt Fotos machen, aber bitte hochkant, da komm ich besser bei weg“, lässt Kunz gleich eingangs die Gäste wissen. Wobei das Motiv in dieser Form auch mehr Sinn macht: Dann passt das T-Shirt mit dem Aufdruck „Gude“ schön mit ins Bild, das der Comedian trägt, der dem abendlichen Programm auch einen Hessisch-für-Anfänger-Kurs beigefügt hat. „Guuude“ (wichtig: mit drei u) gehört natürlich dazu, aber auch die Redewendung: „Man müsste mal...“ Da wisse der Ehemann, dass er gemeint sei. Ein „Kneipchen“ sei keine kleine Kneipe sondern ein Messerchen, der richtige Artikel für Kolder sei „die“, und es handele sich um eine Wolldecke. „Die“ heiße es auch vor „Bach“, aus „dieser“ wird im Hessischen „dere“. „Georgs Ehefrau“ existiert so im Hessischen nicht. „Dem Schorsch seine Frau“, soviel Zeit muss schon sein. Und „wenn der Attila in Hessen gewesen wäre und vom Pferd gestiegen wäre, hätte er gesagt: Ich bin hunne.“
Die Gäste amüsieren sich trefflich über die Kalauer des Spaßvogels, der beklagt, wie schlimm es sich anhört, wenn ein Hesse Englisch spricht. „E bissi bissi“ sei der Wortlaut für „ein bisschen beschäftigt“, „e bissi sbeißi“ für „ein wenig würzig“ klinge auch nicht besser. Spannend dagegen seien hessische Begriffe wie „Dollbohrer“, das tatsächlich aus dem Dachdeckergewerbe kommt, und „Bappsack“, was ursprünglich auf einen unreinlichen oder klebrigen Menschen gemünzt sei. Auch sehr speziell: „Mir sin müd, mir mache ins Bett...“
Sich an eine Besucherin in Bad Homburg erinnernd, die bei einer vorangegangenen Veranstaltung darum gebeten habe, dass das Programmende bitte passend so sei, dass sie bis 23 Uhr und damit Türschließung in ihrer Kurklinik ankomme, verspricht Kunz, auf die Kurgäste auch an diesem Abend Rücksicht zu nehmen. Ins Bett kommen die Gäste der abendlichen Veranstaltung in Bad Orb dennoch erst deutlich nach 22 Uhr und nach mehreren Zugaben, wobei Kunz beim Filmen für seine Social-Media-Postings warnt: Man möge sich doch an die KissCam beim Coldplay-Konzert erinnern. „Wenn sich also noch schnell jemand umsetzen möchte....“ Für den Kurzfilm erwarte er, sobald er mit dem Handy in den Innenraum geschwenkt habe, „30 Prozent mehr Freude, als es euch gefallen hat“. Wer es körperlich noch schaffe, dürfe gerne hochspringen. Wovon die Besucher dann doch Abstand nehmen, die auch die von Kunz bepriesene Anzahl von „1.600 Leuten“ knapp verfehlen.
Aus dem Frankfurter Raum sind sie gekommen, aus Offenbach, aus dem Kahlgrund („Jetzt kommen wieder so Ortsnamen, die nur der Ort versteht und die Leut fünf Kilometer drumherum.“) und sogar aus Erlangen. Für die Offenbacher hat Kunz ein ganz spezielles Repertoire an Scherzen im Gepäck: Das Kennzeichen OF stehe für...
wenn Sie die Antwort wissen möchten, lesen Sie weiter unter www.vgv-waechtersbach.de.
Das Kennzeichen OF stehe für „Only Fans“, es gäbe Menschen, für die habe man für eine einstellige PIN elf Freiversuche eingeplant. Er habe Chat GPT nach Positivem über Offenbach gefragt: „Da ist das Ding abgestürzt.“
Die Hesskalation liege, so diagnostiziert der Comedian, „überall auf der Straße“. Etwa, wenn er für eine Behörde ein Formblatt ausfüllen müsse: „Ich bin 55, bis ich im Formular bis zu meinem Geburtsjahr gescrollt bin, hätte ich von der Zeit her auch ins Bürgerbüro gehen können“. Quietschendes Gelächter im Zuschauerraum. Da hat er erneut einen Nerv getroffen. Auch mit der Feststellung „Mein Sofa ist mein safe space“, sein sicherer Ort also. Und da sein Trainingsanzug dieselbe Farbe wie das Sofa habe, könne er Glück haben, dass ihn seine Frau da für geraume Zeit übersehe. Auf erkennbare Zustimmung stößt er auch mit der Beschreibung: „Ab 40 hockst Du beim Arzt zur Vorsorgeuntersuchung. Ab 50 hockst Du beim Arzt rum und lässt Erkrankungen untersuchen, die sie vorher nicht gefunden haben.“ Sei es die Werbung, die in den „80er und 90er Jahren komplett sinnlose Texte auf schöne Lieder“ formuliert habe, die Tyrannei des Fitness-Trackers, das wahllos Telefonnummern wählende Telefon im BMW, das sich nach einem Technik-Update selbständig macht oder der Familienhund, den der Familienvater nicht will, um dann „bei Nieselregen nachts um 22.30 Uhr mit ihm unterwegs“ zu sein – kein Thema bleibt unbetrachtet und unbelacht an diesem Abend. Der „Hundetalk“: „Ist Ihrer ein Rüde?“ „Nein, der ist eigentlich ganz nett.“ Dass „Robert Schneider“ als Name für einen Rasenroboter uncool ist, ein selbstfahrender Staubsauger aber Helene Fischer heißt und der Rasenmäher des Nachbarn „der Sonne entgegen“ durchs Gartentor abgehauen ist: Tücken der Technik. Wissenswert dagegen, dass „Kohlrabi 40 Prozent Übereinstimmung mit dem menschlichen Erbgut hat“.
Nach unzähligen Lachern, Zugaben, Gewitzel und Gesprächen mit den Gästen ist kurz nach zehn Schluss. Wer allerdings noch mit dem Entertainer plaudern will, kann das am Merchandise-Stand. Da gibt es T-Shirts mit dem Aufdruck „Geh fott“ oder „Gude ihr Labbe“, Letzteres der Buchtitel von Kunz´ neuem Buch. „Taunustörtchen“ prangt auf Shirts in Rosa, Lila und Hellgrün, „Hesskalation“ gibt es Schwarz auf Weiß. Und wer will, bekommt auch ein Selfie und ein Autogramm. Das Selfie natürlich hochformatig – wegen der Optik.
Wächtersbach. Mit einem gemeinsamen Workshop des Gesamtvorstands hat der 1. Wächtersbacher Carneval-Verein 1961 e.V. (WCV) die Weichen für seine zukünftige Vereinsarbeit gestellt. Gerade im Vorfeld der kommenden Jubiläumskampagne zum 6 × 11-jährigen Bestehen nahm sich der Gesamtvorstand bewusst die Zeit, um auf die kommenden Jahre zu blicken.
Der WCV zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen in der Wächtersbacher Vereinswelt und engagiert sich mit großem Einsatz für das fastnachtliche Brauchtum. „Ich denke, dass es dem Verein immer wieder gelungen ist, Tradition und Veränderung miteinander zu verbinden. Formate wie die Karibische Nacht, die Punksitzungen, die WarmUpParty oder der Wächtersbacher Fastnachtsumzug haben Wächtersbach und den WCV weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht“, so WCV-Sitzungspräsident Nicky Kailing.
Dabei wurden die Fastnachtsprogramme und Veranstaltungsformate immer wieder an den Zeitgeist angepasst. „Dazu gehörte oftmals auch einiges an Mut, alte Wege zu verlassen und etwas Neues auszuprobieren“, so Kailing weiter, der sich noch gut an das „Hallo“ erinnerte, als öffentlich wurde, dass der WCV eine eigene ROSA-Sitzung mit queerem Publikum und Akteuren veranstaltete. Genau dieser Mut sei in der Vergangenheit immer wieder belohnt worden. „Es klingt abgedroschen: Aber wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“
Die generationsübergreifende Mitgliederstruktur ist daher eine besondere Stärke des WCV. Vom Kleinkind bis ins hohe Alter engagieren sich Mitglieder aktiv in den verschiedensten Bereichen des Vereins – sei es in den Tanzgruppen, bei den Vor- und Nachbereitungen der Fastnachtsveranstaltungen, beim Thekendienst, bei Vereinsausflügen und Kinderveranstaltungen, beim Freitagsstammtisch, bei der Vermietung des WCV-Casinos und bei dem, was der Verein sonst noch alles über das Jahr auf die Beine stellt.
Der Vorstand freut sich daher besonders, dass der WCV über alle Altersklassen hinweg in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist. „Jedes Jahr brechen wir aktuell einen neuen Mitgliederrekord und haben seit 2021 einen Mitgliederzuwachs von insgesamt 125 Mitgliedern, was einem Zuwachs von rund 30 Prozent entspricht“, freut sich Thomas Janik, WCV-Schriftführer, der auch für die Mitgliederverwaltung zuständig ist.
Im Workshop hatten Vorstand und Abteilungsleitungen sämtliche Aufgaben und Tätigkeiten des Vereins zusammengetragen. Über 150 einzelne Verantwortlichkeiten und Aufgaben kamen dabei zusammen – von der Organisation der Veranstaltungen über Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Technik bis hin zu WCV-Casino, Fundus, Dekoration, Campagne-Heft, Nachwuchsarbeit und den internen Verwaltungsaufgaben.
Die Tätigkeiten wurden gebündelt, neu betrachtet und Verantwortungsbereiche hinterfragt. Ziel ist es jetzt, Aufgaben künftig noch klarer zuzuordnen, Wissen auf mehrere Schultern zu verteilen und Strukturen zu schaffen, die auch langfristig funktionieren. Damit soll sichergestellt werden, dass der WCV nicht nur seine Jubiläumskampagne erfolgreich gestaltet, sondern auch in den kommenden Jahrzehnten stark und lebendig bleibt.
Bei allen Überlegungen zur eigenen Zukunft wurde jedoch auch deutlich, dass für diesen Erfolg das große Engagement der Mitglieder nicht allein verantwortlich ist. Der WCV kann sich über alle Vereinsjahre hinweg stets auf die Stadt Wächtersbach und die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen als närrische Partner verlassen. Besonders schätzt der Verein, dass diese Unterstützung über unterschiedliche Amtszeiten, politische Mehrheiten und Parteigrenzen hinweg Bestand hat.
„Besonders sichtbar wurde diese Unterstützung immer wieder dann, wenn kurzfristig pragmatische Lösungen gefragt waren. Als beispielsweise neue Sicherheitsauflagen zusätzliche Absicherungen für den Fastnachtsumzug erforderlich machten, setzten sich Ordnungsamt und Bürgermeister gemeinsam mit örtlichen Unternehmen dafür ein, dass entsprechende Straßensperren mit Fahrzeugen realisiert werden konnten. Auch als die Deckenabhängungen in der Heinrich-Heldmann-Halle kurz vor der Campagne zum Problem wurden, handelte die Stadt kurzfristig und ließ die Abhängung fachmännisch entfernen, sodass die Session reibungslos durchgeführt werden konnte“, erinnert sich Jürgen Schneider, WCV-Urgestein und Ehrenvorsitzender.
Für den WCV-Vorstand ist dabei klar: Eine solche Partnerschaft ist keine Einbahnstraße, sondern lebt vom Geben und Nehmen. Als beispielsweise die Messe Wächtersbach, Tochtergesellschaft der Stadt, im Vorfeld der vergangenen Messe anfragte, ob der WCV kurzfristig den Getränkestand in Halle 5 übernehmen könne, war es für den Verein selbstverständlich, zu unterstützen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, 109 freiwillige Helferinnen und Helfer zu mobilisieren, die über die neun Messetage hinweg ihren Dienst leisteten und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung erbrachten.
Auch für den Verein selbst hatte dieser Einsatz einen nachhaltigen Effekt: Die daraus erzielten Einnahmen fließen wieder unmittelbar in die Vereinsarbeit, insbesondere in die Kinder- und Jugendarbeit des WCV.
„Für den Vorstand ist genau das ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit funktionieren kann: Die Stadt unterstützt ihre Vereine, wo sie Unterstützung benötigen – und für uns ist es selbstverständlich, dass wir unterstützen, wenn die Stadt uns braucht. Eine solche Zusammenarbeit ist für einen Verein von unschätzbarem Wert“, betont die 1. Vorsitzende Sandra Schneider-Krienke.
Mit dem Workshop beginnt für den WCV nun die nächste Phase der organisatorischen Weiterentwicklung. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen auf die Jubiläumskampagne bereits auf Hochtouren.
„Wir freuen uns auf 6 × 11 Jahre WCV, auf eine besondere Jubiläumskampagne und vor allem darauf, gemeinsam mit unseren Aktiven, unseren Gästen und allen Gönnern das nächste Kapitel unserer Vereinsgeschichte zu schreiben“, so Sandra Schneider-Krienke. „Unser Anspruch ist klar: Der WCV soll auch in den nächsten 66 Jahren ein Verein bleiben, der Tradition lebt, Neues wagt und Menschen aller Generationen zusammenbringt.“
Anlässlich des 30jährigen Betriebsjubiläums des Kfz.-Sachverständigenbüros Bernd Paczarkowski in Wächtersbach bat der Jubilar anstelle von Geschenken um Geldspenden.
An einem tollen Abend mit vielen Gästen und einer 9köpfigen Live-Band, dem Deutschen Meister der Barbecue-Company, Harald Hölzer, der für das leibliche Wohl sorgte, kamen 1.100 € zusammen.
Bei einem Besuch der Bahnhofsmission Fulda wurde die Spende an die Leiterin der Mission, Frau Annika Ettrich, übergeben.
In diesem Gespräch wurde über die Nöte und Bedürfnisse der Obdachlosen gesprochen.
Das Geld soll für Schlafsäcke, Hygieneartikel und Essen verwendet werden.
Frau Ettrich bedankte sich im Namen der Bahnhofsmission herzlichst.
Da öffentliche Gelder in der heutigen Zeit immer knapper werden, kommen solche Spenden wie gerufen.
Leisenwald. Am vergangenen Samstag stand für die Familien des Kindergartens Gänseblümchen Leisenwald ein gemeinsamer Ausflug auf dem Programm: Gemeinsam ging es in den Erlebnispark Steinau. Auch wenn der Morgen die Gruppe zunächst mit Regen begrüßte, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Im Laufe des Tages zeigte sich dann immer mehr die Sonne und die Familien konnten den Freizeitpark mit seinen vielen Attraktionen gemeinsam genießen. Es wurde gespielt, gelacht, entdeckt und viel Zeit miteinander verbracht.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Der Förderverein des Kindergartens Gänseblümchen übernahm den Eintritt für alle Kinder sowie Würstchen und Getränke für alle Teilnehmer. Die teilnehmenden Familien steuerten mit viel Engagement leckere Salate und weitere Beilagen bei. So entstand ein tolles gemeinsames Essen, zu dem jeder etwas beitragen konnte.
„Vielen herzlichen Dank an alle, die diesen Tag mitgestaltet und zu etwas Besonderem gemacht haben! Es ist schön zu sehen, was entstehen kann, wenn Kindergarten, Förderverein, Eltern und Kinder gemeinsam an einem Strang ziehen.
Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Aktionen und sind dankbar für diese schöne Gemeinschaft!“