Wächtersbach. Am 14. März nahm der EFC Adlerauge 09 am Dart-Turnier der Vereine für den guten Zweck beim „Bad Boyz e.V.“ in Hesseldorf teil, sicherte sich souverän den ersten Platz, und nahm die Urkunde und den Pokal mit riesiger Freude in Empfang. Alle Infos zum EFC auf der Homepage https://efc-adlerauge-waechtersbach.jimdofree.com
Feste Termine:
Freitag, 10. April: Stammtisch in Wächtersbach im „Kikeriki“; Samstag, 11. April: Auswärtsfahrt mit Bus zum VFL Wolfsburg; Samstag, 30. Mai: Saisonabschlussfeier 2025/26; Samstag, 18. Juli: Teilnahme Bierwanderung in Ilbeshausen; Samstag, 1. August: Busfahrt zur Lohrer Festwoche.
Weilers. Der 1. Petanque Club Wächtersbach e.V. gratulierte dem Familienkreis Wächtersbach e.V. zum Einzug in die neuen Räumlichkeiten im Dachgeschoß des neu renovierten Marstalls. Als Vertreter des 1. Petanque Club Wächtersbach übergaben Sylke Weigand – Zweite Vorsitzende - und Manfred Weigand – Kassenwart -anlässlich einer Feierstunde eine Geldspende.
Es handelt sich hierbei um ein vom 1. Petanque Club gewonnenes Preisgeld anlässlich des Sieges beim Wettkampf Main-Kinzig-Cup in der Sportart Boule. Petanque bzw. Boule ist eine Sportart, bei der jeder Interessierte mitmachen kann. Die Regeln sind einfach zu erlernen und machen jeder Altersgruppe Spaß. Der Bouleplatz des 1. Petanque Club Wächtersbach befindet sich in Weilers neben dem Spielplatz direkt am Radweg.
Gäste sind herzlich willkommen. Jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag wird ab 15 Uhr gespielt. Näheres auf www.ersterpcw.de.
Von links: Erste Vorsitzende Johanna Blichmann und Zweite Vorsitzende Anna-Lena Hauert vom Familienkreis Wächtersbach sowie rechts die Zweite Vorsitzende Sylke Weigand vom 1. Petanque Club Wächtersbach.
Aufenau. Zur Jahreshauptversammlung des Motorsportclubs MSC Aufenau im Landgasthof „Zur Quelle“ standen die Ehrungen der Clubmeister 2025 sowie der langjährigen Mitglieder auf der Tagesordnung. Mit der Wiederwahl des Vorsitzenden Karl Seipel und des bisherigen Vorstands wurde die Kontinuität und Stabilität des Vereins bestätigt. Seipel zeigte sich zudem erfreut über den Zuwachs neuer Mitglieder im vergangenen Jahr.
In seinem Situationsbericht betonte Streckenleiter Sven Pfeifer die zentrale Bedeutung der Veranstaltungen für das Vereinsleben. Sie seien der „Motor des Vereins“, weshalb er für eine stärkere aktive Unterstützung durch die Mitglieder warb. Die Rahmenbedingungen seien mit einem erfahrenen Vorstand und gesicherten Finanzen gut, wie Schatzmeister Jürgen Schäffer ergänzte. Pfeifer verdeutlichte zudem den organisatorischen Aufwand hinter den Veranstaltungen und verwies auf das Flutlichtrennen, das sich zu einer tragenden Säule des Vereins entwickelt habe.
In seinem Jahresrückblick ging Karl Seipel auf weitere wichtige Ereignisse des Vereinsjahres 2025 ein. Neben baulichen Maßnahmen im Vereinsheim und auf der Strecke verzeichnete insbesondere der Schnuppertag am 11. Mai einen erfreulich großen Zulauf. Auch die Motocross-Veranstaltung im Juni war gut besucht. Darüber hinaus engagierten sich Mitglieder als Streckenposten bei der Rallye in Hesseldorf, und die Meisterfeier des Motocross-Hessen-Cups wurde am 1. November im Kulturhaus Aufenau ausgerichtet.
Sportleiter Frank Brill berichtete von einer Saison mit nur einer, dafür jedoch sehr erfolgreichen Veranstaltung. Das Flutlichtrennen wurde technisch weiter aufgewertet und lockte bei guten Bedingungen zahlreiche Zuschauer an. Das Renngeschehen fand sogar Eingang in eine kurze Reportage der Hessenschau. Mit aktiven Fahrern aus den Reihen der neuen Mitglieder sieht Brill weiteres Potenzial für steigende Teilnehmerzahlen.
Für das laufende Jahr stehen mehrere Termine fest: Das Flutlichtrennen findet am 13. Juni statt, die Seitenwagen-Quad-EM ist für den 26. April genehmigt, der Schnuppertag 2026 ist am 10. Mai geplant. Zudem soll am 11. Juli ein Mofarennen stattfinden.
Jugendleiter Jens Kraft berichtete von großem Interesse des Nachwuchses, der nach der Winterpause wieder auf die Strecke drängt. Der Schnuppertag mit 103 teilnehmenden Kindern sei ein deutliches Zeichen für die positive Entwicklung, wie auch Sven Pfeifer unterstrich.
Bei den Vorstandswahlen bestätigte Wahlleiter Peter Schauberger Karl Seipel einstimmig als Vorsitzenden. Dem Vorstand gehören außerdem Michael Seipel (stellvertretender Vorsitzender), Jürgen Schäffer (Schatzmeister), Frank Brill (Sportleiter), Jens Kraft (Jugendleiter), Louis Kraft (Stellvertreter), Lukas Schell (Pressewart), Caroline Seipel (Schriftführerin) und Olaf Pospiezsynski (Kassierer) an. Beisitzer sind Harald Baudiß, Sven Pfeifer und Manuel Seipel, Kassenprüfer Moritz Kistner und Marlon Pfeifer.
Bei den Ehrungen der Clubmeister 2025 belegten in der Jugendklasse Lukas Brill, Noah Kraft und Ben Seipel die ersten drei Plätze. In den Klassen Solo und Quad wurden zahlreiche Fahrer ausgezeichnet. Als Newcomer 2025 erhielten mehrere neue Mitglieder eine Medaille. Zudem wurden langjährige Mitglieder für zehn-, 25- und 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt, darunter Willi Elsässer mit dem Vereins-Ehrenteller.
Aufenau. In der „Quelle“ in Aufenau feierte man wieder mit guter Stimmung den Jahresabschluss 2025 des „EFC Adlerauge 09“ mit fast 50 Mitgliedern. Mit eigener Speisekarte für jeden Gaumen etwas, „EFC-Teddys“ für die kleinsten Mitglieder, und die klasse Bewirtung des „Quelle-Teams“ rundeten den großartigen Abend ab. Auch wurden zukünftige Termine angesprochen, die auf der Homepage https://efc-adlerauge-waechtersbach.jimdofree.com ersichtlich sind. Ein Highlight wird wieder die legendäre Fahrt zur „Lohrer Festwoche“, Bus und Tische sind bereits reserviert, freie Plätze sind noch vorhanden, schnell anmelden lohnt sich.
Feste Termine: Freitag, 6. März: Stammtisch in Birstein in der „Post“; Freitag, 10. April: Stammtisch in Wächtersbach im „Kikeriki“; Samstag, 30. Mai: Saisonabschlussfeier 2025/26; Samstag, 18. Juli: Teilnahme Bierwanderung in Ilbeshausen und Samstag, 1. August: Busfahrt zur Lohrer Festwoche.
Wächtersbach. Auf Einladung der Freunde von Châtillon Vonnas Baneins waren traditionsgemäß auch in diesem Jahr wieder französische Freunde aus den Partnergemeinden zum Karnevalswochenende vom 14. bis 16. Februar zu Gast in Wächtersbach.
Gut gelaunt und mit großem Gepäck an Kostümen, die die Mitglieder des französischen Comités bereits seit November letzten Jahres in Eigenarbeit angefertigt hatten, kamen am Samstag 44 französische Freunde in Wächtersbach an. Nach Begrüßung und einem Umtrunk im Kulturkeller verabschiedeten sich die Gäste und die Gastfamilien, um sich am Abend wieder im Dorfgemeinschaftshaus Hesseldorf zum gemeinsamen Abendessen und anschließender Faschingsparty zu treffen.Dem Motto des Abends ‚Wir machen eine Reise ins Weltall‘ entsprechend, hatten die Freunde von Châtillon Vonnas Baneins das Gemeinschaftshaus dekoriert und alle Teilnehmer - ca. 100 an der Zahl - kamen in Kostümen von ‚Aliens über Sterne bis Astronauten‘. Vom großen Buffet mit diversen Fleischvariationen, einer Vielzahl von Salaten und köstlichen Desserts waren alle begeistert, ganz zu schweigen vom deutschen Bier, das sich großer Beliebtheit erfreute. Mitreißende Karnevalsschlager und Polonaisen sorgten für gute Stimmung und füllten Saal und Tanzfläche mit begeisterten Karnevalisten. Am darauf folgenden Sonntagmorgen stand die Dekoration des Autos + Anhängers für den Karnevalsumzug vor dem Kulturkeller auf dem Programm. Nach einem Imbiss zu Mittag hieß es schnell in die Kostüme und ab zur Zugaufstellung zum Messeplatz. ‚Cancan im Moulin Rouge‘ lautete der Titel der Fußgruppe der französischen Freunde in diesem Jahr und sowohl die berühmte rote Mühle als auch die ansprechenden Kostüme waren für den Wächtersbacher Karnevalsumzug wieder eine Bereicherung, so dass der Wächtersbacher Karnevalsverein sie mit dem Platz 2 der besten Fußgruppen prämierte. „Wir gratulieren unseren französischen Freunden zu dieser Auszeichnung!“
Am Sonntagabend trafen sich Gäste und Gastgeber erneut in Hesseldorf zum gemeinsamen Abendessen mit Gaudi und Tanz im Anschluss.
An diesem Abend servierten die Freunde von Châtillon Vonnas Baneins italienische Küche, was sich als gute Wahl herausstelle. Faschingsmusik und Schlager ließen auch an diesem Abend viele Teilnehmer das Tanzbein schwingen und die Party ging leider viel zu schnell zu Ende.
Für die französischen Freunde heißt Montagmorgen, vor Abfahrt nach Frankreich letzte Einkäufe in Wächtersbach zu erledigen.
Eine offizielle französische Delegation - vier Stadträte aus Châtillon und Vonnas übergab noch die traditionellen Geschenke, die in jedem Jahr von den Partnerstädten an zwei Wächtersbacher Kindergärten/Schulen überreicht werden. In diesem Jahr hatten die Freunde von Châtillon Vonnas Baneins zu Karneval die evangelische Kita in Wächtersbach ausgewählt, um vorab mit deren Leitung Geschenke und Termin abzustimmen.
Zum Abschluss bereiteten die Freunde von Châtillon Vonnas Baneins noch ein Mittagessen für die französischen Gäste im Kulturkeller, nach dem diese mit den Worten MILLE MERCI und À BIENTÔT gegen 13 Uhr dann wieder die Heimreise antraten.
Main-Kinzig Netzdienste GmbH informiert:
Wächtersbach. Seit Mittwoch, 11. Februar, ist die Main-Kinzig Netzdienste GmbH mit der Auswechslung von ungefähr 180 Metern Gasortsnetzleitung in Wächtersbach, Kinzigstraße beschäftigt.
Die Baumaßnahme befindet sich im Bereich der Kinzigstraße 8 und 18. Während der Baumaßnahme ist eine halbseitige Sperrung für die Arbeiten erforderlich.
Anwohner werden über mögliche Einschränkungen, wie z. B. die eingeschränkte Zufahrt mit Pkw zu den Gebäuden, rechtzeitig informiert.
Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge und die Müllabfuhr bleiben bestehen.
Main-Kinzig Netzdienste GmbH bittet die Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis für die Beeinträchtigungen und bemüht sich mit dem beteiligten Bauunternehmen um eine zügige Abwicklung der Bauarbeiten, deren Fertigstellung auf ca. Ende März terminiert ist.
Trotz schlechtem Wetter ließen sich über 100 Frauen nicht aufhalten und stürmten mutig die Wächtersbacher Magistratssitzung. Wind und Regen konnten sie ebenso wenig bremsen wie politische Widerstände!
Nach dem feierlichen Verlesen ihrer Forderungen ging es direkt weiter zum närrischen Stadtrundgang. Unterwegs wurden alle Weiber selbstverständlich bestens mit Speis und Trank versorgt – schließlich braucht Revolution eine solide Grundlage!
Den krönenden Abschluss fand der Tag im Vereinsheim des WCV. Dort wurde bei bester Stimmung, guter Musik und jeder Menge Männerballett-Tanz ausgelassen weitergefeiert.
Lieber Bürgermeister, liebe Stadträtinnen und Stadträte,
die Lage ist ernst.
Bierernst, um genau zu sein.
Die städtischen Finanzen weisen ein Finanzierungsloch von mehreren Millionen Euro aus. So kann es einfach nicht weitergehen. Deshalb sind die Närrinnen und Narren bereits im Vorfeld losgezogen, um für die Stadt noch etwas Schotter aufzutreiben.
Und haltet euch fest:
Wir haben auch welchen gefunden!
Und zwar im gesamten Stadtgebiet – in den offenen Glasfaser-Trassen von Vodafone und in sämtlichen Schlaglöchern von Wächtersbach. Diesen Schotter haben wir euch heute mitgebracht, um kurzfristig das Haushaltsloch zu stopfen.
Dass es so jedoch nicht weitergehen kann, scheint allen klar zu sein. Deshalb entmachten wir die Rathausführung mit sofortiger Wirkung – zumindest bis Aschermittwoch – und präsentieren unser närrisches Haushaltsentwicklungskonzept:
Närrisches Haushaltssicherungskonzept
Wir sparen mit Spaß!
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Maßnahmen-Paket 1 – Mit gutem Beispiel voran
- Änderung der Hauptsatzung mit Reduzierung des Stadtparlaments auf 11 Mitglieder, die gerne aus unserem Elferrat rekrutiert werden können.
- Begrenzung der Sitzungstermine auf maximal 11 Sitzungen pro Jahr.
- Für jede weitere Sitzung wird eine Mandatsträgerabgabe in Höhe von 11,11 Euro pro Mandatsträger fällig.
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Maßnahmen-Paket 2 – Mit Tatkraft in goldene Zeiten
Unser WCV-Ehrensenator und Goldgräber am Yukon hat bei einem Spaziergang durch den Schlosspark tatsächlich Gold in den Gewässern entdeckt.
Und weil wir uns mottomäßig im Wilden Westen befinden und der Goldpreis weiterhin goldene Zeiten verspricht, werden mit sofortiger Wirkung alle Mandatsträger verpflichtet, ihre freigewordene Zeit zu nutzen, um im Teufelsgraben und in den Schlossweihern Gold zu waschen.
Wenn schon Defizit – dann wenigstens mit Goldrand!
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Maßnahmen-Paket 3 – Sparen und schützen mit Helau
Wir beobachten seit Jahren hitzige bis kochende Debatten im Stadtparlament und in den Ausschüssen.
Nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnten wir nun endlich unsere „Diskussions-Wärme-Pumpe“ zur Marktreife bringen.
Dieses Verfahren nutzt die Abwärme aus brodelnden und endlosen Diskussionen im Stadtparlament, wandelt sie in Energie um und speist sie über das Bioenergie-Holzhackschnitzelheizkraftwerk in das städtische Fernwärmenetz ein.
Die Eigenschaften „Groll“ und „Empörung“ werden damit erstmals sinnvoll genutzt und als fester Energieträger in die städtische Wärmeplanung aufgenommen.
Gleichzeitig nutzen wir den kalten Wind, der durch das Haushaltsloch fegt, um den Windkraftanlagen im Stadtgebiet zusätzlichen Anschub zu verleihen. Berechnungen haben ergeben, dass das Finanzloch derart groß und der Wind so stark und kalt ist, dass im Sommer noch ausreichend Kälte übrig bleibt, um die städtischen Liegenschaften zu klimatisieren.
Mit diesen Maßnahmen verwandeln wir unnütze Diskussionen und das Finanzdefizit in etwas Positives, sparen Energiekosten und leisten gleichzeitig einen Beitrag für Klima und Umwelt.
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Maßnahmen-Paket 4 – Friday for Fastnacht
Während sich Bundeskanzler Friedrich Merz klar gegen eine 4-Tage-Woche und Work-Life-Balance ausgesprochen hat, setzen wir bewusst auf einen „Friday for Fastnacht“, der verpflichtend für alle Unternehmen in Wächtersbach gilt.
Alle Unternehmen werden verpflichtet, bis auf Weiteres jeden Freitag 6 × 11 Minuten Fastnacht zu feiern.
Ob Faschingsumzug, Fastnachtssitzung, Kinderfasching oder Warm-up-Party – das bleibt den Unternehmen überlassen. Ein Kostümzwang ist jedoch Pflicht.
Außerdem endet jeder Friday for Fastnacht mit der Wächtersbacher Hymne:
„Es ist so schön in Wächtersbach“.
Die Teilnahme ist für Beschäftigte grundsätzlich freiwillig. Wer jedoch verhindert ist, muss eine Nicht-Schunkler-Abgabe in Höhe von 11,11 Euro je angefangene 11 Minuten leisten, die vom Arbeitgeber an die Stadt Wächtersbach übermittelt wird.
Die Fastnacht war schon immer ein verbindendes Element der Gesellschaft. Durch den Friday for Fastnacht wird die Stimmung im Land gelockert, die Motivation der Mitarbeiter verbessert und ganz nebenbei werden vielleicht sogar die Krankheitszahlen reduziert.
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In diesem Sinne:
Lasst uns das Haushaltsloch stopfen,
lasst uns gemeinsam lachen,
und lasst uns beweisen, dass man sogar ein Millionen-Defizit mit Humor, Herz und Helau bekämpfen kann!
Wächtersbach Helau!
Wächtersbach. Es ist Sonntag, 15. Februar 2026 – strahlend blauer Himmel über Wächtersbach, dazu ein Bilderbuch-Sonnenschein, wie ihn WCV-Sitzungspräsident Nicky Kailing seit Jahren verspricht. Nur eines hatte er nicht bestellt: klirrend kalte Temperaturen! Doch weder eisige Finger noch frostige Nasen konnten der ausgelassenen Stimmung beim Wächtersbacher Fastnachtsumzug etwas anhaben.
Mit gewohntem Charme und bester Laune begrüßte Sitzungspräsident und Moderator Nicky Kailing die zahlreichen Zugnummern sowie tausende gut gelaunte Zuschauer in „Watchmanriver“ wie Wächtersbach in dieser Campagne auf Grund des Mottos „Wilder Westen“ kurzer Hand umbenannt wurde. Warm eingepackt, aber bestens aufgelegt, feierten Narren und Gäste gemeinsam die fünfte Jahreszeit – und ließen sich auch bei Minusgraden nicht davon abhalten, lautstark HELAU zu rufen. Spätestens beim gemeinsamen „Schlückchen“ – oder auch zwei – auf der WCV-Partymeile nach dem Zug wurde dann auch dem Letzten wieder warm.
Insgesamt 111 Zugnummern schlängelten sich als närrischer Lindwurm durch die Wächtersbacher Innenstadt. Startpunkt war wie gewohnt das Messegelände, wo Nicky Kailing alle Gruppen auf die Strecke schickte und sie nach rund zwei Stunden auch wieder in Empfang nahm. Fantasievolle Motivwagen, kreative Fußgruppen und farbenfrohe Kostüme sorgten entlang der Strecke für Begeisterung und tosenden Applaus.
Eine unabhängige Jury vom WCV-Komitee-Wagen aus prämierte auch in diesem Jahr die schönsten und originellsten Beiträge. Die Gewinnergruppen dürfen sich über Freikarten für die Veranstaltungen in der kommenden Kampagne freuen – und die lässt bekanntlich nicht lange auf sich warten.
Gewinner Kostümprämierung Faschingsumzug 2026
Motivwägen:
1. Platz: Freddy Freunde Horbach mit ihrer „Skisprungschanze“
2. Platz: DNA (Donnerstag nach Acht) mit ihrem „Närrischen Saloon“ – Wagen
3. Platz: Baubude Leisenwald mit ihrem „Leisewäller Wikinger“ - Wagen
Fußgruppen:
1. Platz: Family & Co. KG mit ihren Kostümen zum Motto „aus einer anderen Galaxie“
2. Platz: Comité de jumelage Châtillon mit ihren Kostümen zum Motto Vonnas/Baneins „Cancan aus dem Moulin Rouge“
3. Platz: SG Haitz 08 e.V. mit Ihren Kostümen zum Thema „Ghostbusters“
Ein ganz besonderes Dankeschön richtet der WCV erneut an seine zahlreichen ehrenamtlichen Mitglieder. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht denkbar.
Ebenso gilt der Dank den unterstützenden Unternehmen sowie den beteiligten Einsatzkräften und Helfern – darunter dem THW, der Polizei, dem DRK, den Freiwilligen Feuerwehren aus Wächtersbach und seinen Stadtteilen, dem Team des Ordnungsamtes der Stadt Wächtersbach sowie dem Bauhof. Ihr alle sorgt Jahr für Jahr dafür, dass der Fastnachtsumzug sicher, reibungslos und unvergesslich über die Bühne geht. DANKE, dass es euch gibt – und bis zum nächsten donnernden HELAU!
Wächtersbach. Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt ist dafür bekannt, dass er sich den in Not befindlichen Menschen annimmt. Davon betroffen sind auch die Menschen in der Ukraine, die der Ortsverein bereits seit dem Kriegsbeginn im Monat Februar 2022 unterstützt. Indem er Hilfsgüter der verschiedensten Art, wie zum Beispiel Lebensmittel, Babynahrung, Bekleidung, Decken, Körperpflegemittel, verschreibungsfreie Medikamente etc. annimmt und diese an Personen oder Organisationen, die den Transport in die Ukraine durchführen, liefert.
Nachdem der Ortsverein der AWO Wächtersbach über den Jahreswechsel hinaus eine kleine Verschnaufpause eingelegt hatte, um Kraft für neue Aktivitäten zu tanken, rief er im Januar 2026 zum wiederholten Male die Bevölkerung von Wächtersbach und der umliegenden Gemeinden zur Abgabe von Hilfsgütern auf. Was sich daraufhin am Freitag, 6. Februar, vor dem Vereinsraum der AWO Wächtersbach ereignete, übertraf selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten. Auto an Auto reihte sich vor dem Vereinsraum, um die darin befindlichen Hilfsgüter bei der AWO abzugeben. In lediglich zwei Stunden wurden so viel Hilfsgüter geliefert, dass das aus lediglich vier Personen bestehende Helferteam an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit gehen musste, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Doch nicht nur das Helferteam stieß an seine Grenzen, sondern auch der Vereinsraum, in dem das gespendete Material zwischengelagert wurde, hatte Probleme, die Hilfsgüter aufzunehmen.
Es war erfreulich festzustellen, dass das Schicksal, dem die im Kriegsgebiet wohnenden Menschen ausgesetzt sind, der Gleichgültigkeit innerhalb der hiesigen Bevölkerung keinen Raum ließ, sondern vielmehr ein hohes Maß an Empathie und Mitgefühl hervorrief. „Diese bewundernswerte Hilfsbereitschaft wird den Menschen, die sich in der schwersten Phase ihres Lebens befinden, sicherlich sehr gut tun. Sie wird auch deren Moral und deren Willen, nicht aufzugeben, sondern für das Überleben zu kämpfen, Kraft verleihen“, ist sich der Erste Vorsitzende der AWO Wächtersbach, Norbert Döppenschmitt, sicher.
Neben den abgegebenen vielfältigen Hilfsgütern sollen insbesondere die warme Winterbekleidung sowie die wärmenden Decken der frierenden Bevölkerung, die bei Aussentemperaturen von bis zu minus dreißig Grad in ungeheizten Wohnungen ausharren müssen, Schutz vor Erfrierungen bieten.
Sehr erfreut war Döppenschmitt auch darüber, dass sich Menschen aus den umliegenden Gemeinden an der humanitären Hilfsaktion für die Ukraine beteiligten. „Um diesen Menschen in deren tragischen und hilflosen Situation zur Seite zu stehen, darf kein Weg zu weit und keine Mühe zu groß sein. Zu kleinen Opfern, die der Rettung von Menschenleben dienen, muss jeder bereit sein. Wenn man sich einmal in die Lage dieser Menschen versetzt, würde man sich auch über jede Hilfe, und wäre sie noch so klein, freuen,“ so der Erste Vorsitzende der .AWO Wächtersbach.
Doch jede Hilfe, die für die in großer Not befindlichen Menschen zu leisten ist, bedarf des Engagements von Personen, die ihre Zeit und ihre Kraft diesen Menschen zur Verfügung stellen. So wie am vergangenen Wochenende, als nach der Entgegennahme der Hilfsgüter noch weitere Arbeiten, wie zum Beispiel das Be- und Entladen von insgesamt vier bis unter das Dach vollgepackten Kleinbussen mit Hilfsgütern sowie deren Beförderung, zu tätigen waren. „Lydia Gerwes sowie Doris und Manfred Prähler, gilt mein besonderer Dank. Sie unterstützen mich so gut sie können bei diesen teilweise nur mit großem körperlichen Aufwand zu verwirklichenden humanitären Aktionen. Ohne deren Hilfe könnten die vorgesehenen Maßnahmen nur in geringem Umfang in die Tat umgesetzt werden. Diesen, im Vorstand der AWO Wächtersbach befindlichen Personen, gilt mein ganz besonderer Dank“, so Döppenschmitt.
„Einen großen Dank möchte ich auch den Spendern von Hilfsgütern zollen. Schön dass es diese, mit großem Herzen ausgestatteten Menschen, die Nächstenliebe über das eigene Ego stellen, gibt. Insbesondere in schweren Zeiten ist diese uneigennützige Art eine der höchsten Tugenden, die von immenser Bedeutung geprägt ist“, schließt Döppenschmitt seine Ausführungen zu dieser mir großer Empathie verbundenen humanitären Aktion, ab.
Die AWO selbst erfuhr auch viele Worte des Dankes und des Lobes von den hilfsbereiten Menschen. „Schön, dass ihr euch für die Menschen in der Ukraine einsetzt“, oder auch, „wir sind euch für das große Engagement, das dem Wohle anderer in deren schwierigen Situation gilt, sehr dankbar,“ war für die Helferinnen und Helfer Labsal für deren Seelen und Motivation zugleich, sich auch künftig den in Not befindlichen Menschen zu widmen.
Wächtersbach. Mit einem abwechslungsreichen Programm, viel Liebe zum Detail und jeder Menge närrischer Leidenschaft entführte der WCV sein Publikum in diesem Jahr in seinen „Lachsaloon“ in den Wilden Westen. Nachdem Nicky Kailing die örtliche Politprominenz und die befreundeten Vereine begrüßt hatte, war der formelle Teil erledigt – und der Spaß konnte beginnen.
Wenn die „Lollipops“, die Jüngsten des WCV, die Bühne stürmen, ist gute Laune garantiert. Kaum erklangen die ersten Takte, ging ein erwartungsvolles Raunen durch den Saal – und schnell war klar: Niedlich wird es auf jeden Fall, langweilig ganz sicher nicht. Mit ihrem diesjährigen Thema „Zahnputzpolizei“ nahmen sich die kleinen Wirbelwinde der Zahnge-sundheit an. Als bunte Süßigkeiten hüpften sie über die Bühne, wenig später kamen braune, löchrige Zähne hinzu, gefolgt von einer überdimensionalen Zahnbürste. Spielerisch und mit viel Witz zeigten die kleinsten Narren, dass ungepflegte Zähne nicht nur unschön aussehen, sondern auch echte Spaßbremsen sein können.
Auf die „Lollipops“ folgte die 23 Mädchen starke Minigarde, die mit ihrem neu einstudierten, thematisch passenden Gardetanz glänzte und eindrucksvoll bewies, dass auch kleine Formationen ganz groß rauskommen können.
Hochkarätig ging es mit Ines Procter weiter, die mit treffsicheren Beobachtungen und jeder Menge Tipps für Frauen ab einem gewissen Alter für beste Unterhaltung sorgte. Einen Mann kennenzulernen werde mit den Jahren zwar schwieriger, erklärte sie, doch ganz verzichten könne man nicht – schließlich brauche man ja jemanden für den Reifenwechsel. Gut überlegen sollte Frau sich allerdings, ob sie einen Mann wirklich dauerhaft, also „stationär“, aufnehme oder lieber nur „ambulant“. Ihren ganz persönlichen Western-Moment erlebe sie jeden Morgen, wenn sie versuche, ihre müden Knochen aus dem Bett zu bewegen. Innerlich laufe dabei stets „Spiel mir das Lied vom Tod“.
Aktuell und mindestens genauso unterhaltsam ging es mit den Konfetti Kids weiter. Ihr Tanz zur „Flucht aus der Handysucht“ hielt dem Publikum einen Spiegel vor, in dem sich wohl so mancher wiedererkannte. Unablässiges Tippen und Scrollen bestimmten das Geschehen auf der Bühne – so überzeugend dargestellt, dass manch einer im Saal sein eigenes Smartphone ein wenig schuldbewusst fester umklammerte. Die klare Botschaft: Wer nur noch auf den Bildschirm schaut, verpasst die schönen und wichtigen Dinge des Lebens. Dass das echte Leben bunter, fröhlicher und mit Freunden einfach lustiger ist, daran ließ dieser Tanz keinen Zweifel.
Die WCV-Juniorgarde und die Große Garde überzeugten mit perfekt einstudierten Choreografien und präzisen Schrittkombinationen und ernteten dafür langanhaltenden Applaus vom Publikum.
Dazwischen bewies Harry Borgner, der Mann der 1000 Stimmen, sein ganzes Können und schickte „Mein kleiner grüner Kaktus“ auf eine stimmliche Reise – von Reinhard Mey über Herbert Grönemeyer und Howard Carpendale bis hin zu Peter Maffay.
Edwin Noll vom befreundeten Verein Victoria Bad Orb hatte sich diesmal Unterstützung mitgebracht: seine Enkelin. Während er seinen Vortrag in Orber Platt hielt, bemühte sie sich redlich um die Übersetzung – legte dabei allerdings eine sehr freie Auslegung an den Tag. Was genau gesagt wurde, wusste am Ende wohl nur er selbst, doch das Publikum war bestens unterhalten und spendete reichlich Gelächter.
Mit nichts als bedruckten Plakaten hingegen schaffte es das Duo Sprachlos mal wieder, den gesamten Saal in gespannte Stille zu versetzen. Während ein Satz nach dem anderen umgeblättert und vom Partner pointiert vervollständigt wurde, las das Publikum gebannt mit – beste Unterhaltung ganz ohne ein gesprochenes Wort.
Während Sitzungspräsident a. D. Werner Ach einsam durch die Prärie des Wilden Westens zieht, verarbeitet er seine Fassungslosigkeit über den Zustand der Welt in ebenso knappen wie ttreffenden Pointen.
Die „Süßgespritzten“ von der WCV-Sketchgruppe pilgerten hingegen jede Woche in den Lachsaloon von „Watchmanriver“, um ihre merkwürdigen Eigenheiten zu pflegen – und auf der Bühne sah das dann aus wie eine Therapiestunde, die völlig außer Kontrolle geraten ist.
Mit ihrer Wildwest-Show brachte das WCV-Männerballett (Foto siehe Titelseite) die Halle zum Beben. Und als den Gefesselten am Marterpfahl ihr letzter Wunsch erfüllt wurde – der legendäre, aus dem „Schuh des Manitu“ bekannte „Superperforator-Tanz“ – gab es kein Halten mehr. Freude und Chaos waren gleichermaßen auf der Bühne wie im Publikum zu Hause.
Die fünfköpfige Vocal Band Alemundo aus Altenmittlau kehrte nach längerer Pause auf die WCV-Bühne zurück. Mit modernen A-cappella-Versionen bekannter Songs – und ihrem eigenen Klassiker „Thermomix“ – bewiesen sie eindrucksvoll, dass man auch ohne Instrumente für Furore sorgen kann.
Die „Mispelchen“ sind ebenfalls zurück auf der WCV-Bühne und blieben dem Motto „Wilder Westen“ treu. Die weltoffenen, süßen Maronen vom Stamme der Schoschonen versammelten sich mit ihrem Häuptling Schwarzer Adler zum „Tratsch am Lagerfeuer“. Dort berichtete jede der jungen Maronen von ihren Sorgen und Nöten mit den Errungenschaften der neuen Welt: von der digitalen Suche nach dem perfekten Partner, vom Thermomix, der sich hartnäckig weigert, Büffelgulasch zu schneiden, oder von den Herausforderungen, die ein wilder Ponyritt durch die Prärie für die Frisur einer Squaw bereithält. Kein Wunder, dass Häuptling Schwarzer Adler überglücklich war, als er die Pferdehufe seiner zurückkehrenden Krieger vernahm. Kommentiert wurde das Ganze von einem eigenwilligen Totempfahl samt Orakel, der mit seinen Einwürfen für zahlreiche Lacher im Publikum sorgte.
Bevor Martha Pfahl alias Sitzungspräsident Nicky Kailing überhaupt die Chance bekam, sein eigentliches Programm zu starten, lieferte der störrische Mikrofonständer bereits eine eigene Showeinlage. Gemeinsam mit Bühnenhelfer-Neuling Oliver Höhn wurde er in einem zähen, aber höchst unterhaltsamen Duell endlich in die richtige Position gezwungen – ein Act, der für sich genommen schon donnernden Applaus verdient hätte. Erst danach konnte Martha Pfahl zur Tat schreiten und ihre Gedanken zur örtlichen Politik kurzerhand musikalisch unters Publikum bringen.
Selbstverständlich durfte auch die WCV-Showtanzgruppe JoyMotion nicht fehlen. Mit voller Energie wirbelten sie über die Bühne und erzählten tanzend die dramatische Geschichte einer wilden Cowgirl-Gang, eines Schusses, der besser nicht gefallen wäre, und eines Feuers, das am Ende alles in Schutt und Asche legte. Emotional, kraftvoll und mit einer Choreografie, die keine Sekunde stillstand, rissen sie das Publikum restlos mit.
Nach einem grandiosen Finale mit dem neuen Song „Fassenacht, Fassenacht“ ging es dann auch nach dem 1. Lachsaloon auf der Tanzfläche mit den „Fischbörner Buben“ und an der Theke bis in die nächsten Morgenstunden weiter.
Am Ende waren sich alle einig: Dieser Abend bot beste Unterhaltung mit Herz, Humor und ganz viel Tanzfreude.