Wächtersbach. Die Friedrich-August-Genth-Schule startete in die nächste Runde kreativer Wettbewerbe, aber dieses Mal mit einem Twist. Bei Bildwettbewerben der letzten Generation waren, um gut abzuschneiden, großartige Ideen unumgänglich mit künstlerischer Befähigung verbunden. Diese Grenze wurde nun überwunden:
Der erste KI-Bildwettbewerb an der FAG
Ziel des Wettbewerbs war es, Schülerinnen und Schülern mittels Künstlicher Intelligenz die Freiheit zu geben, ihre Ideen praktikabel und ohne Hindernisse umzusetzen. Außerdem bot sich ihnen die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen und das Potenzial von moderner Technik voll auszuschöpfen.
Die Aufgabe war es, die eigene Idee in ein Bild zu verwandeln, das ausschließlich mithilfe von KI erschaffen wurde. Dieses sollte eine Botschaft vermitteln und zugleich optisch ansprechend sein. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass im Bild keine KI-typischen Fehler zu sehen sind. Diese treten oft in Form von verwirrenden Erscheinungen auf, wie zum Beispiel einem Menschen mit sechs Fingern an einer Hand.
Um einen möglichst herausfordernden und zugleich zugänglichen Wettbewerb zu ermöglichen, wurden im Voraus von Organisator Jonas M. Kniege entsprechende Bewertungskriterien festgelegt. Gemeinsam mit dem Schulleiter Dirk Eckrich bildete Kniege die Jury. Geachtet wurde also auf Botschaften, die durch im Bild zusammenhängende Elemente dargestellt sind. Das regt die Teilnehmer an, sich im Ausdrücken von Bildaussagen üben und ihr Kontextverständnis zu erweitern. Da Künstliche Intelligenz allerdings nicht von Fehlern befreit ist, war es wichtig beim Erstellen ein genaues Auge unter Beweis zu stellen.
Nach Abschluss der Auswertungsphase wurden die Gewinner gemeinsam mit ihren Bildern in der Aula der FAG vorgestellt. Den ersten Platz belegte Lana Alshadad Almohamad mit 71 von 80 möglichen Punkten. Mit 70 Punkten nicht weit entfernt folgte Aaron Josue Navarro Ramirez auf dem zweiten Platz. Vincent Glaser schaffte es mit 66 Punkten auf den dritten Platz.
Wächtersbach. Bereits eine halbe Stunde vor der Öffnung bildete sich vor der Heinrich-Heldmann-Halle eine lange Warteschlange, die zeitweise bis auf den Parkplatz des benachbarten Supermarkts reichte. Als sich um 13 Uhr die Türen zum sechsten Waren-Verschenk-Tag öffneten, strömten die Besucher/-innen in die Halle. Innerhalb von nur zwei Stunden kamen mehrere hundert Menschen, um zu stöbern und neue Schätze zu entdecken.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Grünen Wächtersbach. Unterstützt wurden sie dabei von mehr als 20 Helfer/-innen. Der Waren-Verschenk-Tag wird vollständig ehrenamtlich geplant und durchgeführt.
Besonders beeindruckend war die Qualität und Vielfalt der gespendeten Gegenstände: Vom Rollator über Kinderwagen, Rollerblades, Skistiefel, Waffeleisen, Wasserkocher und Luftbefeuchter bis hin zu Wächtersbacher Keramik, Gesellschaftsspielen, Puzzles, Bildern, Vasen, Pflanzenablegern, hochwertiger Kinderkleidung und Schuhen reichte das Angebot. Viele Gegenstände waren hervorragend erhalten, manche sogar originalverpackt.
„Die Menschen haben Dinge gebracht, die ihnen selbst noch etwas wert waren“, sagt Eva Bonin. „Die hohe Großzügigkeit und das Vertrauen der Spenderinnen und Spender haben uns sehr beeindruckt.“
Schon vor Beginn warteten zahlreiche Menschen vor der Halle. Der größte Ansturm erfolgte unmittelbar nach der Öffnung. Viele Besucher/-innen kamen gezielt auf der Suche nach bestimmten Dingen, andere ließen sich überraschen. Kaum jemand verließ die Halle mit leeren Händen.
Längst hat sich der Waren-Verschenk-Tag über Wächtersbach hinaus herumgesprochen. Besucher/-innen kamen auch aus den umliegenden Städten und Gemeinden. Einige meldeten sich noch am selben Tag bei den Organisatoren und fragten bereits nach einem Termin für die nächste Veranstaltung.
Eine besondere Bereicherung war der Stand der Essensretter. Mit viel Engagement informierte die Initiative darüber, wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann. Die Besucher/-innen erfuhren unter anderem, wie sich die Frische von Eiern überprüfen lässt und warum das Mindesthaltbarkeitsdatum häufig missverstanden wird. Für Schmunzeln sorgte ein Glas mit Süßigkeiten, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten war und das mit „Mutprobe“ beschriftet war. Darüber hinaus hatten die Essensretter Spiele für Kinder vorbereitet und verschenkten gerettete Brötchen sowie Schokolade. Viele Besucher/-innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und nahmen neue Anregungen für den Alltag mit nach Hause.
Auch die Kleiderkammer nutzte die Gelegenheit und wurde gleich mehrfach fündig. Über eine Pinnwand konnten zudem größere Gegenstände vermittelt werden, die nicht in die Halle gebracht werden konnten. So fanden auch Möbel und andere sperrige Gegenstände neue Besitzer.
Kurz vor Veranstaltungsende unterstützten Helfer/-innen des Gradierwerks Bad Orb dabei, weitere gut erhaltene Gegenstände einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Die Veranstalter danken außerdem den Essensrettern, der Kleiderkammer, dem Vorstand der Kreisgrünen sowie allen Helfer/-innen und Besucher/-innen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Der Dank gilt auch der Stadt Wächtersbach für die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Als gegen 15 Uhr die letzten Besucher/-innen die Halle verließen, war nur noch wenig übriggeblieben. Einige Kleidungsstücke gingen in den Kolping-Container. Ein kleiner Rest wird entsorgt werden. Was bleibt, ist vor allem die Freude darüber, dass unzählige Gegenstände ein neues Zuhause gefunden haben. Der verbliebene Rest fand auf einem einzigen Anhänger Platz – ein sichtbares Zeichen dafür, wie erfolgreich der Tag verlaufen war.
„Es war uns ein Fest“, fasst Eva Bonin den sechsten Waren-Verschenk-Tag zusammen. Die große Resonanz zeigte sich auch darin, dass bereits während der Veranstaltung mehrfach die Frage gestellt wurde, wann der nächste Waren-Verschenk-Tag stattfinden wird.
Main-Kinzig-Kreis. Staufische Jagd- und Sicherungsburg, Wasserburg, Grafenschloss, prunkvolle Residenz, Fürstenschloss, Altersheim oder Flüchtlingsheim – das Schloss Wächtersbach blickt auf eine außergewöhnlich wechselvolle Geschichte zurück. Im Mittelpunkt eines gemeinsamen Treffens der Naturparkführenden aus dem hessischen und dem bayerischen Spessart stand daher die bewegte Vergangenheit des eindrucksvollen Bauwerks, das Kaiser Barbarossa im 12. Jahrhundert errichten ließ.
Nach einem Dachstuhlbrand im Jahr 1939 war das Schloss unbewohnbar geworden. In den Folgejahren wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, bis es ab Ende der 1970er Jahre leer stand und zu verfallen drohte. Erst mit dem Erwerb durch die Stadt Wächtersbach im Jahr 2016 konnte das historische Gebäude durch eine aufwändige Sanierung gerettet und wieder mit Leben gefüllt werden. Heute dient es als Rathaus und Veranstaltungsort.
Während einer rund einstündigen Führung erhielten die mehr als 30 Teilnehmenden von Thomas Janik vom Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach spannende Einblicke hinter die Schlossmauern und in die Geschichte der Region. Dabei erfuhren sie unter anderem, welche Persönlichkeiten einst in dem geschichtsträchtigen Gebäude residierten und warum es zwei unterschiedliche Linien des Adelsgeschlechts gibt: Die ältere, katholische Linie der Isenburger hat ihren Sitz in Birstein, während die jüngere, evangelische Linie der Ysenburger in Büdingen beheimatet ist.
Im Anschluss an die Schlossführung erkundete die Gruppe ein Teilstück der abwechslungsreichen Wächtersbacher Schlosswaldspur. Obwohl es fast den ganzen Tag regnete, meinte es das Wetter während der Wanderung gut mit den Naturparkführenden. Bis kurz vor dem Ziel blieb die Gruppe vom Regen verschont; erst dann zog ein kurzer Schauer auf. Den gelungenen Abschluss bildete eine gemütliche Einkehr im „Schloss Eins“.
Die grenzübergreifende Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal in Folge statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Sie bietet den Naturparkführenden eine wertvolle Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen und die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zu stärken.
Wächtersbach. Ein sportlicher Tag voller Bewegung, Begegnungen und besonderer Erlebnisse liegt hinter 170 Schülerinnen und Schülern der Friedrich-August-Genth-Schule. Beim Tourstopp der bundesweiten Sportabzeichen-Tour in Hanau nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen und einzelne Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen zu absolvieren.
Mit viel Motivation und Einsatz stellten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedenen sportlichen Herausforderungen den Disziplinen Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Koordination.
Neben den klassischen Prüfungsdisziplinen bot der Tourstopp auch die Möglichkeit, neue und teilweise unbekannte Sportarten kennenzulernen. Besonders große Begeisterung lösten Angebote wie Rollstuhlbasketball aus, bei dem die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll erfuhren, welche koordinativen Fähigkeiten und welches Spielverständnis in dieser Sportart gefragt sind. Auch das Kugelstoßen sowie zahlreiche Mitmachaktionen sorgten für Abwechslung und luden zum Ausprobieren ein.
Ein besonderes Highlight des Tages war die Autogrammstunde mit prominenten Sportpersönlichkeiten. Die dreifache Olympiateilnehmerin und 26-fache Deutsche Meisterin im Kunstturnen, Elisabeth Seitz, der erfolgreiche Bobfahrer Francesco Friedrich sowie die ehemalige Fußballnationalspielerin Pia Wunderlich nahmen sich Zeit für die Jugendlichen.
Trotz des regnerischen Wetters ließ sich die gute Stimmung nicht trüben. In den Pausen sorgten frisch zubereitete Pommes für die nötige Stärkung und trugen dazu bei, dass die Teilnehmenden den Tag genießen konnten. Die neue Sportanlage in Hanau-Großauheim bot dafür den idealen Rahmen und beeindruckte mit hervorragenden Bedingungen für Sport und Bewegung.
Die Friedrich-August-Genth-Schule zieht ein positives Fazit und bedankt sich für die gute Organisation: Der Besuch des Sportabzeichen-Tourstopps war nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein wertvolles Gemeinschaftserlebnis, das den Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Aufenau. Zum achten Mal richtete der MSC Aufenau am Samstag, 13. Juni, ein Flutlicht Motocross Rennen aus. Rund 180 Fahrerinnen und Fahrer stellten sich der besonderen Herausforderung und traten in zehn Rennläufen der MX Hessencup Serie gegeneinander an. Für den MSC Aufenau sprang dabei erneut ein Podiumsplatz heraus.
Zwei Tage vor der Veranstaltung - kurz innehalten - ein Blick in den Wetterbericht und aus dem Fenster: Regen. Bei aller Planung, die ein Motocross Rennen erfordert, gibt es doch das ein oder andere unkalkulierbare Ereignis, das den MSC Aufenau und andere Veranstalter auf Trab hält. Mit dem Wetter hat man bei Outdoor Events natürlich immer einen Risikofaktor, der nicht ignoriert werden kann.
Beim Motocross spielt der Niederschlag vor und während des Rennens jedoch eine besonders große Rolle. Ist es zu trocken, schränkt die Staubbelastung die Sicht der Fahrer ein und kann sogar umliegende Infrastruktur, wie zum Beispiel eine Autobahn, beeinflussen. In Aufenau hat man hierfür schon vor Jahren vorgesorgt und eine Streckenbewässerungsanlage geschaffen. Regnet es jedoch zu viel, entwickelt sich der lehmige Boden im Aufenauer Talkessel zu einer Schlammlandschaft, in der man kaum zu Fuß, geschweige denn mit dem Motorrad oder Quad, vorankommt. So sollte es auch in den zwei Tagen vor dem diesjährigen Flutlicht Motocross der Fall sein.
Mit mehreren Baggern und Planiergeräten war der MSC Aufenau daher noch am Morgen des Renntages damit beschäftigt, den Parcours von einer 20 Zentimeter dicken Schlammschicht zu befreien. Um 14 Uhr konnte es dann, bei inzwischen bestem Wetter, endlich losgehen mit den freien Trainings. Die Strecke war zu diesem Zeitpunkt in einem top Zustand und auch die Lichtmasten von THW und Feuerwehr standen schon bereit, um in den Abendstunden dem Renngelände des Vereins eine besondere Atmosphäre und die notwendige Ausleuchtung zu verleihen.
Das sportliche Highlight der Veranstaltung waren die Rennläufe in den Klassen MX1 Masters (bis 450 ccm) und MX2 Masters (bis 250 ccm). In Letzterer konnte Daniel Schäffer vom MSC Aufenau, wie schon im April, einen dritten Gesamtrang erzielen. Schneller waren nur Leonard Frenker vom MSC Sechshelden und Leo Paukovic aus Öhringen (BW). Lukas Brill vom MSC Aufenau fuhr auf Rang zwölf. In der MX1-Klasse gewann Marvin Dietermann vor Jonas Oerter und Yannick Andres.
Die Quad-Klasse war ebenfalls stark und sogar international besetzt. Hier setzte sich Richard Ruttenberg gegen Jan Hoogendoom aus den Niederlanden und Robin Lüthi aus der Schweiz durch. Marlon Pfeifer vom MSC Aufenau wurde Zehnter und der 14 jährige MSC Nachwuchsfahrer Ben Seipel fuhr in seinem bisher dritten Rennen auf Rang 21. Weitere Vereinsfahrer platzierten sich in verschiedenen Klassen wie folgt: Amateure: Lukas Schmidt (5), Janik Schmidt (8), Michail Savvidis (21), Justin Blos (38); Einsteiger: Anton Minnert (16), Kai Kappel (19), Olaf Pospiezsynski (27). Alle Ergebnisse sind auf mx-hessencup.de/pages/ergebnisse-meisterschaft abrufbar.
Abgerundet wurde das Flutlicht Motocross mit einem Feuerwerk gegen 23 Uhr und einer anschließenden Party im Rennzelt, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Ein vielseitiges Angebot an Essens- und Getränkeständen gehört bei einem solchen Groß-event natürlich ebenfalls zum guten Ton.
Am 11. Juli steht mit einem Mofa Rennen in Aufenau schon die letzte Veranstaltung der Saison an. Der Eintritt ist frei.
Aufenau. In Aufenau war bei der Katholischen Kirche und der Kolpingsfamilie in den ersten Monaten des Jahres einiges los.
Wie in jedem Jahr verkaufte am Palmsonntag die Kolpingsfamilie Aufenau für einen guten Zweck selbst gebundene Palmsträuße und Osterkerzen.
Im April konnte die Straßensammlung der Altkleidersäcke wieder stattfinden.
Bei der Jahreshauptversammlung im alten Pfarrhaus begrüßte Anita Burggraf vom Vorstandsteam alle und nach dem „Vater unser“ wurde aller Verstorbenen gedacht.
Jürgen Hess verlas das Protokoll der letzten JHV und Anita Burggraf berichtete über die Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr. Da waren z.B. der Verkauf der Palmsträuße und Osterkerzen am Palmsonntag; Maiandachten; eine Andacht unter Mitwirkung von Pater Aloysius und des Familienchores bevor die offene Kirche zur Stille, Besinnung und Meditation einlud; das Pilgern von Aufenau nach Neudorf; die Gebetsnacht in Altenmittlau; das Herbstcafé mit der Hobbykunstausstellung; und die Adventsfeier. Anschließend gab der Kassierer Volker Knobloch seinen Kassenbericht bekannt. Ihm und dem gesamten Vorstand wurde nach dem Kassenprüferbericht die Entlastung ihrer Tätigkeiten erteilt. Im Anschluss an die JHV gab es ein kleines Essen und es wurde sich noch ein wenig untereinander ausgetauscht.
Der „Wonnemonat“ Mai ist ein Monat, der in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria geweiht ist. So trafen sich interessierte Gemeindemitglieder, um an der Grotte hinter dem Dorf in Aufenau gemeinsam eine Maiandacht zu feiern.
Auch die Kolpingsfamilie feierte wieder ihre Maiandacht bei trockenem Wetter an der Mariengrotte am Ende der Kulmbacher Straße in Aufenau. Jürgen Hess war wieder mit seinem Akkordeon dabei und begleitete den Gesang. Sehr schön war es, dass Herr Pfarrer Heinrich am Ende allen den Schlusssegen spenden konnte.
In Neudorf haben sich die Gottesdienstbesucher nach der Abendmesse auf dem Kirchplatz bei der Mutter Gottes versammelt, um dort die Maiandacht zu feiern.
Der letzte Höhepunkt des Kirchenjahres war dann bei schönem Wetter die Fronleichnamsprozession mit Herrn Pfarrer Heinrich.
Weitere Veranstaltungen, bei denen jeder herzlich willkommen ist, werden öffentlich bekannt gegeben.
53 gut gelaunte WCV-Mitglieder auf großer Überraschungsreise
Wächtersbach. Wenn der 1. Wächtersbacher Carnevalverein 1961 e. V. zu seinem traditionellen Pfingstausflug aufbricht, dann ist eines sicher: Es wird gesellig, erlebnisreich und einfach besonders schön. In diesem Jahr war die Vorfreude sogar noch ein kleines bisschen größer – denn der WCV hatte zu einem Überraschungsausflug eingeladen. Ganze 53 Mitglieder stiegen ein, der Bus war bis auf den letzten Platz gefüllt, und nur die Erste Vorsitzende wusste, wohin die Reise gehen sollte. So begann das gemeinsame Wochenende schon mit bester Stimmung, neugierigen Blicken und jeder Menge spannender Spekulationen. Dass dazu auch noch Sonne pur bei rund 30 Grad auf die Reisegruppe wartete, machte den Ausflug vom ersten Moment an perfekt.
Bereits am frühen Samstagmorgen starteten die reiselustigen WCV-Mitglieder in Wächtersbach Richtung Süden. Auf der Autobahn wurde dann das gut gehütete Geheimnis gelüftet: Das Ziel des diesjährigen Überraschungsausflugs war die geschichtsträchtige Donaustadt Regensburg. Die Freude darüber war groß, und nach einem gemütlichen Frühstück unterwegs erreichte die Gruppe ihr Reiseziel – eine Stadt, die mit mittelalterlichem Charme, lebendiger Altstadt und bayerischer Lebensfreude begeistert. Nach der Ankunft blieb Zeit zum Entdecken, Bummeln und Genießen, bevor am Abend ein besonderes Erlebnis wartete: eine Stadtrundfahrt mit der Bimmelbahn und eine humorvolle Stadtführung in Regensburger Mundart. Zwischen Dom, Steinerner Brücke und den historischen Gassen zeigte sich die UNESCO-Welterbestadt von ihrer schönsten Seite.
Auch kulinarisch hatte das Wochenende einiges zu bieten. Beim gemeinsamen Abendessen im Hause „Thurn und Taxis“ klang der erste Reisetag in bester Gesellschaft aus, bevor sich für viele noch ein Abstecher ins Regensburger Nachtleben anschloss. Am Sonntag ging es dann vom Wasser aus weiter: Per Schiff fuhr die Gruppe zur Walhalla, die hoch über der Donau thront und mit ihrem imposanten Bauwerk sowie dem weiten Blick über das Donautal beeindruckt. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zeigte sich die Region dabei von ihrer allerschönsten Seite. Wer wollte, konnte an einer Führung teilnehmen und mehr über eines der bekanntesten Denkmäler Bayerns erfahren.
Am Abend wartete mit der „Regensburger Maidult“ ein weiterer Höhepunkt auf die WCV-Reisegruppe. Zwischen Festzelt, Fahrgeschäften und bayerischer Feststimmung wurde gelacht, gefeiert und das Miteinander genossen. Gerade diese Mischung aus Kultur, Geselligkeit und gemeinsamen Erlebnissen machte den Ausflug einmal mehr zu etwas ganz Besonderem – ganz so, wie man es beim WCV kennt und liebt.
Der Montag hielt schließlich noch einmal ein echtes Natur- und Kulturerlebnis bereit: Bevor es aufs Schiff ging, machte die Reisegruppe noch einen kurzen Abstecher zur imposanten Befreiungshalle in Kelheim. Anschließend führte eine Schiffsfahrt durch den eindrucksvollen Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg. Gewaltige Felsformationen, die besondere Landschaft entlang der Donau und der Aufenthalt am traditionsreichen Kloster bildeten einen würdigen Abschluss der Reise. Mit vielen schönen Erinnerungen, guter Laune und sicher auch der einen oder anderen kleinen Anekdote im Gepäck trat die WCV-Gruppe schließlich die Heimfahrt nach Wächtersbach an.
Solche Ausflüge sind weit mehr als nur gemeinsame Reisen – sie sind Ausdruck dessen, was den WCV auszeichnet: Zusammenhalt, Herzlichkeit, Lebensfreude und das wunderbare Gefühl, in einer starken Gemeinschaft unterwegs zu sein. Der Ausflug nach Regensburg wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern deshalb sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben. Und eines scheint schon jetzt sicher: Viele werden sich das Pfingstwochenende 2027 bestimmt vorsorglich freihalten und der Bekanntgabe des nächsten Reiseziels schon heute mit großer Spannung und Vorfreude entgegenblicken.
Wächtersbach/Frankfurt. Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis durften am 21. Mai 14 Schülerinnen und Schüler der Friedrich-August-Genth-Schule aus Wächtersbach erfahren: Sie besuchten eine Probe der renommierten hr-Big Band im Hörfunkstudio des Hessischen Rundfunks in Frankfurt.
Die jungen Musikerinnen und Musiker, die in der AG ‚Blasorchester‘ aktiv sind, spielen Instrumente wie Schlagzeug, Klavier, Tuba, Tenorhorn, Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette und Querflöte. Für sie bot sich nun die seltene Gelegenheit, genau diese Instrumente in einem professionellen Big-Band-Ensemble hautnah zu erleben – und das in einem der bedeutendsten Rundfunkstudios Deutschlands.
Schon beim Betreten des Studios war die Faszination spürbar: Präzision, Klangfülle und das eingespielte Zusammenspiel der Profimusiker beeindruckten die Schülerinnen und Schüler nachhaltig. Während der Probe konnten sie beobachten, wie Dirigent und Ensemble gemeinsam an Klangdetails, Dynamik und Ausdruck arbeiteten – ein Einblick, den man im normalen Musikunterricht kaum vermitteln kann.
Auch für viele der Teilnehmenden war der Besuch eine neue und inspirierende Erfahrung, die ihre eigene musikalische Praxis bereichern wird.
Begleitet wurde die Gruppe vom Fachleiter des Fachbereichs Musik der Genth-Schule, Jürgen Gerlach sowie seinem Kollegen Alexander Eckhardt. Beide betonten die große Bedeutung solcher außerschulischen Lernorte: Solche Begegnungen mit professionellen Musikern erweitern den Horizont der Schülerinnen und Schüler und motivieren enorm zum eigenen Musizieren.
Der Besuch bei der hr-Big Band verdeutlichte eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig Musik sein kann – von der schulischen AG bis hin zur professionellen Bühne. Für die jungen Musikerinnen und Musiker aus Wächtersbach war dieser Tag sicherlich ein unvergessliches Erlebnis.
Wächtersbach. Mit einem positiven Rückblick und klaren Entscheidungen für die Zukunft ist der Wächtersbacher Carneval Verein (WCV) in seine 65. Jahreshauptversammlung gegangen. 97 Mitglieder waren zur Versammlung erschienen. Im Mittelpunkt standen eine erfolgreiche Campagne, personelle Veränderungen im Vorstand, Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Nachricht, dass die Mitgliedsbeiträge stabil bleiben.
Die Vorsitzende Sandra Schneider-Krienke würdigte in ihrem Bericht vor allem die große Einsatzbereitschaft der vielen Helferinnen und Helfer. Die zurückliegende Campagne sei arbeitsintensiv, aber zugleich äußerst erfolgreich gewesen. Als besondere Höhepunkte nannte sie die Rosa Sitzungen, den Lachsalon, die Kindersitzung, den Kinderfasching, den Weiberfasching, die Warm-Up-Party und natürlich den Fastnachtsumzug. Besonders hob sie auch die nach wie vor starken Tanzgruppen des Vereins hervor, die nicht nur mit hoher tänzerischer Qualität überzeugten, sondern auch personell beeindruckend breit aufgestellt sind – von den Lollipops über Minigarde, Konfetti-Kids und Juniorgarde bis hin zu Garde, Joy Motion und Männerballett. Auch außerhalb der närrischen Kernzeit zeigte der Verein Präsenz: Mit dem WCV-Biergarten übernahm er bei der Messe in Halle 5 einen Bewirtungsstand – ein Engagement, das nicht nur organisatorisch gut funktionierte, sondern nach Vereinsangaben auch den Zusammenhalt weiter stärkte.
Erfreulich entwickelte sich auch die Mitgliederzahl: Mit aktuell 561 Mitgliedern verzeichnet der WCV im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 35. Bei den Vorstandswahlen wurden zahlreiche Amtsinhaber bestätigt, zugleich gab es mehrere Neuwahlen. Künftig gehören Johannes Frense als Zugmarschall, Markus Merker als Fundusmeister, Thomas Mayer als stellvertretender Dekorationsleiter, Lukas Herd als Leiter Social Media, Lena Krienke als stellvertretende Leiterin Social Media sowie Luisa Schaub als Beisitzerin dem Vorstand an. Vor allem mit dem neu geschaffenen Bereich Social Media will der Verein seine Öffentlichkeitsarbeit weiter stärken.
Geehrt wurden im Rahmen der Versammlung Jutta Neusser und Cornelia Schuchardt für ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Zudem setzte der Verein ein deutliches Signal an seine Mitglieder: Weder die Mitgliedsbeiträge werden erhöht und auch eine Aufnahmegebühr für neue Mitglieder wird nicht eingeführt. Mit einem gut gefüllten Veranstaltungskalender, neuen Aufgabenfeldern im Vorstand und anhaltend großem ehrenamtlichem Engagement sieht sich der WCV gut für die kommenden Monate aufgestellt. Deutlich wurde bei der Jahreshauptversammlung vor allem eines: Der Verein lebt vom Einsatz vieler – und genau darin liegt weiterhin seine besondere Stärke.
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Wächtersbach. Auch in diesem Jahr hat die Friedrich-August-Genth-Schule Wächtersbach wieder am Känguru-Wettbewerb der Mathematik teilgenommen. In diesem Jahr haben sich über 200 Schülerinnen und Schüler an diesem freiwilligen Wettbewerb beteiligt. Es mussten altersangepasste, mittlere bis sehr schwere Knobelaufgaben innerhalb von 75 Minuten bearbeitet werden. Als Antwort war genau eine von fünf Antwortmöglichkeiten auszuwählen, aber es gab Punktabzug, wenn die falsche Antwort gewählt wurde. Dieser Wettbewerb soll in Wächtersbach der Begabtenförderung dienen sowie die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken. Deutschlandweit haben sich über 900.000 Schülerinnen und Schüler an diesem speziellen Wettbewerbsformat versucht, von denen nur 403 alle Aufgaben richtig beantwortet haben. Unter den besten Punktzahlen jedes Jahrgangs wurden erste bis dritte Preise vergeben. Schulleiter Eckrich und die Fachschaft Mathematik gratulieren den Gewinnern der Friedrich-August-Genth-Schule Wächtersbach sehr herzlich.